„Von grünen und grauen Wölfen! Über das Verhältnis von Nationalismus & Islamismus in der Türkei“

„Von grünen und grauen Wölfen! Über das Verhältnis von Nationalismus & Islamismus in der Türkei“

Mittwoch, 12. April, Rote Flora Ex-Vokü: „Von grünen und grauen Wölfen. Über das Verhältnis von Nationalismus & Islamismus in der Türkei.“ Veranstaltung mit Danyal Cosmoproletarian

Mittwoch, 12. April, Rote Flora Ex-Vokü: "Von grünen und grauen Wölfen. Über das Verhältnis von Nationalismus & Islamismus in der Türkei" Veranstaltung mit Danyal Cosmoproletarian

Der Anschlag auf Aufklärung und Mündigkeit ist das Staatsprogramm jene rvon Europa beknieten Stabilitätsgaranten, vor allem der Türkei und des Irans, die jede empirische Uneinigkeit als eine perfide Intrige anderswoher ausmachen und als verfolgende Unschuld selbst jede Kritik gnadenlos verfolgen. Am 16. April rufen die herrschenden Muslimbrüderum Recep Tayyip Erdoğan sowie ihre „nationalistischen und idealistischen Geschwister“ von den Grauen Wölfen zum Referendum über eine Verfassungsänderung, die die Türkische Republik in eine Präsidialdiktatur überführen würde.
Ein „Ja“ wäre die verfassungsrechtliche Verankerung und demokratische Legitimierung eines faschistischen Regimes frommer Verführer und nationalchauvinistischer Hassprediger, das bereits jetzt Andersdenkenden den Atem abschnürt. Da Erdoğan selbst zu ahnen scheint, dass er hin und wieder sein Brüllvieh mit „dem Volk“ verwechselt – unabhängige Meinungsforschungsinstitute sagen einenknappen Vorsprung für ein „Nein“ (hayır) voraus – , wird jeder als Staatsfeind und Vaterlandsverräter markiert, der für ein „Nein“ wirbt.
„Der 16. April“, so Erdoğan, „wird die Antwort auf den 15. Juli sein.“ Die Konsequenz ist ersichtlich: „Diejenigen, die ‚Nein‘ sagen, stellen sich auf die Seite der Verschwörer des 15. Juli.“ Einer von Erdoğans Prosekutoren, Cevdet Kayafoğlu, droht indessen ganz explizit, dass jedes „Nein“ einer „Unterstützung der PKK“ gleichkäme – mit dementsprechenden juristischen Konsequenzen: „Nicht, dass ihr danach beleidigt seid“.
Über die Konstellationen der türkischen Katastrophenpolitik, die ideologische Verzahnung von Rasse und Religion und die Residuen individueller und kollektiver Widerstände hiergegen spricht Danyal Casar, Autor von CosmoproletarianSolidarity, Konkret, der Jungle World und Sans Phrase.

Ausgangspunkt ist sein Blogpost: „Muslimbrüder im Wolfspelz – ein Aufruf zu einem solidarischen „hayır“ zur faschistischen Staatsfront in der Türkei

Ab 19:00 ist geöffnet, ab 19:30 geht’s los.
Ein ausführlicher Ankündigungstext folgt.